Hausärztemangel in Deutschland
Hausärztemangel in Deutschland

Thüringen

Nach offizieller Rechnung fehlen in Thüringen derzeit 50,5 Hausärzte. Diese Zahl veröffentlicht die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT).

 

Bedarfsplanung für Thüringen

Über die Hälfte der 1487 Thüringer Hausärzte sind älter als 55 Jahre, jeder siebte ist sogar schon im Rentenalter und der älteste Hausarzt ist 85! Über 60 Hausarztsitze sind derzeit schon vakant. Mit gezielten Förderungen und Stipendien versucht das Land Thüringen gegen den weiter zunehmenden Hausärztemangel anzugehen.

 

Zunehmender Hausärztemangel in Thüringen

Gute Nachrichten aus Thüringen. Die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), Annette Rommel teilt mit, dass 98 Prozent der ausscheidenden Hausärzte Thüringens einen Praxisnachfolger finden. Bei ca. 1500 bestehenden Niederlassungsmöglichkeiten gebe es nur 55 unbesetzte Stellen. Vor der Neuordnung der Bedarfsplanung seien es noch 75 gewesen. Was Frau Rommel allerdings nicht sagt, ist, dass es in der alten Bedarfsplanung - statistisch betrachtet - noch rund 120 Niederlassungsmöglichkeiten mehr gab.

 

Hausärztemangel in Thüringen entspannt sich

1.1.15

Jeder zehnte niedergelassene Arzt in Thüringen ist bereits älter als 65 Jahre und hat somit das Fentenalter erreicht. Der älteste Arzt ist sogar 82 Jahre als. Der Anteil der über 65jährigen Hausärzte dürfte dabei beträchtlich höher sein, als jener der Fachärzte.

 

Die alten Ärzte aus Thüringen

5.8.14

Im Ilmkreis möchte man ein "Rundum-Sorglospaket" für niederlassungswillige Mediziner anbieten. "Gedacht ist dabei an die Beratung von potenziellen Ärzten bei Fördermöglichkeiten, Wohnraum, Kinderbetreuung, Arbeit, auch den Partner betreffend. Bei einer Praxisneugründung seien Zuschüsse bis zu 60 000 Euro möglich", erläutert die Landrätin.

 

Der Landrätin sei gesagt, dass es das bereits schon in anderen Landkreisen gibt. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen der Bundesländer bieten diesen Service und die Zuschüsse an. Der Erfolg ist aber eher dürftig.

 

Ilmkreis will Arztmangel mit unbewährten Methoden beheben

5.8.14

Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen hat in Zusammenarbeit mit der Stiftung zur Förderung ambulanter Versorgung in Thüringen eine Homepage erstellt, auf der sich niederlassungswillige Ärzte über freie Arztsitze - sowohl Hausarzt- als auch Facharztsitze informieren können. Diese Seite ist aber viel mehr eine Dokumentation des zunehmenden Ärztemangels im allgemeinen und des Hausarztmangels im besonderen.

 

Ärztemangel in Thürigen

28.7.14

Auch wenn die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen gerne "vorsichtige Entwarnung" geben möchte, so ändert sich an der Situation in Thüringen kaum etwas. In den letzten fünf Jahren wurde in Thüringen die Weiterbildung von 100 jungen Hausärzten gefördert, doch trotzdem fehlen in Thüringen derzeit 60 Hausärzte und viele ältere Hausärzte wollen in den Ruhestand gehen, finden allerdings keine Nachfolger.

 

Die vorsichtige Entwarnung, die eigentlich eine Warnung ist

Im südlichen Ilmkreis (Thüringen) fehlen derzeit elf Hausärzte. Die örtliche SPD lädt am 22.7.2014 zu einer Diskussionsrunde ein, an der neben interessierten Bürgern auch Vertreter von Kassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringens teilnehmen.

 

Diskussion über den Hausärztemangel im Ilmkreis

Diskussion über den Hausärztemangel im Ilmkreis II

Im Raum Ilmenau sind neun von 46 Hausarztsitzen nicht besetzt. Aber man hatte trotzdem Glück im Unglück und konnte eine Ärztin finden, die zumindest einen der freien Sitze haben wollte, wenn auch nur als angestellte Ärztin in einer Zweigpraxis.

 

Eine neue Ärztin für Geschwnda

Jeder fünfte Arzt in Thüringen plant innerhalb der nächsten fünf Jahre, seine Praxis aufzugeben.

 

Ein Viertel der Arztpraxen wird innerhalb von fünf Jahren geschlossen

Die Hausärzte in Erfurt nehmen häufig schon keine neuen Patienten mehr an. Das führt dazu, dass Patienten mittlerweile auch per Internet, in sozialen Medien nach Hausärzten suchen.

 

Welcher Hausarzt in Erfurt nimmt noch neue Patienten an?

Zuerst halbiert man mit einer Reformierung der Bedarfsplanung einfach die Zahl der fehlenden Hausärzte, doch dann müssen Fördergelder locker gemacht werden, um die Hausärzte anzulocken.

 

In Thüringen fließt Geld für neue Praxen

Alarmierende Daten für den Osten. Die Prognosen für den Ärztemangel in Ostdeutschland waren bisher schon sehr schlecht, aber es wird noch schlimmer kommen als bislang angenommen wurde.

 

Es wird noch schlimmer!

Die Kleinstadt Hohenleuben in Thüringen erlangte 2011 mediale Aufmerksamkeit.  Dem Arzt, der sich bereit erklärt, den frei gewordenen Hausarztsitz zu übernehmen, bot man zum symbolischen Kaufpreis von 10€ ein fast 1000 qm großes Baugrundstück an. Bis heute (Stand 5/2014) war die Suche allerdings erfolglos. Zeitweise gab es zwar eine Filialpraxis eines Arztes aus der Nachbarstadt Zeulenroda, diese wurde aber Mitte 2013 wieder geschlossen.

 

Hohenleuben lockt neuen Arzt mit Baugrundstück

 

Vor allem in Mitteldeutschland wird der Ärztemangel dramatische Formen annehmen. Der MDR hat in einem Thementag die Problematik beleuchtet.

 

Ärztemangel in Mitteldeutschland

Auch viele Medizinstudenten und junge Ärzte werden den unten verlinkten Bericht aus Spiegel online vom 16.4.18 zur Kenntnis nehmen, in dem es darum geht, dass zwei hessische Hausärzte mehrere zehntausend Euro Honorar zurückzahlen müssen, weil man ihnen vorwirft, in den letzten Jahren deutlich mehr Hausbesuche durchgeführt zu haben, als der Durchschnitt der hessischen Hausärzte! Hier werden also zwei Hausärzte nach den Regeln der deutschen Sozialgesetzgebung abgestraft, weil sie ihrem Beruf mit großem Engagement  nachgehen. Die meisten Hausärzte machen sowieso keine oder nur noch wenige Hausbesuche, da diese durch das niedrige Honorar von nicht einmal 23€ unwirtschaftlich geworden sind.

 

Viele junge Mediziner werden daraus ihr Schlüsse ziehen und womöglich nicht mehr in Erwägung ziehen, Hausarzt zu werden - sofern sie das überhaupt je vorgehabt hätten.  Als Hausarzt setzt man sich ganz offenbar der Gefahr aus, bestraft zu werden, wenn man seinen Beruf allzu ernst nimmt.

 

Zwei hessische Hausärzte werden für zuviele Hausbesuche bestraft

Ein Hausarzt aus der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Oer-Erkenschick musste am Montagmorgen 300 Patienten behandeln und schreibt einen Brandbrief an den neuen Gesundheitsminister Jens Spahn. Auf dessen Antwort darf man gespannt warten.

 

Hausarztpraxis schleust am Montagmorgen 300 Patienten durch

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