Hausärztemangel in Deutschland
Hausärztemangel in Deutschland

Saarland

Von den 307 hausärztlichen Niederlassungsmöglichkeiten im Saarland sind derzeit nur 17 unbesetzt. Somit steht das kleinste Bundesland laut Angaben seiner Kassenärztlichen Vereinigung noch recht gut da. Allerdings wird auch im Saarland mit der Einberechnung der angestellten Allgemeinmediziner etwas getrickst.

 

Nur geringer Hausärztemangel im Saarland

25.8.14

Die Saarländische FDP hat den Landärztemangel des Saarlandes für sich entdeckt und will diesen nun bekämpfen. Meiner Meinung nach kommt das ein wenig spät. Mit ihren Gesundheitsministern Rösler und Bahr hatte die FDP vier Jahre lang Zeit, auf Bundesebene etwas gegen den Land- und Hausärztemangel zu tun. Die Tatsache, dass diese beiden FDP-Gesundheitsminister entgegen besseren Wissen nichts gegen den Ärztemangel unternahmen, ist wohl ein Grund, warum diese Partei bundesweit - und auch im Saarland -  in der Bedeutungslosigkeit verschwand.

 

(Zu) späte Einsicht

25.8.14

2012 haben im Saarland 20 Hausarztpraxen mangels Nachfolger schließen müssen. Vermutlich wird die Zahl Jahr für Jahr weiter ansteigen, dieses Jahr sind es bereits sechs Praxen, doch die meisten Praxen schließen zum Jahresende.

Die verbleibenden 661 saarländischen Hausärzte sind im Durchschnitt über 54 Jahre alt.

 

Immer weniger Hausärzte im Saarland

Die Hausärzte kriegen den Hals nicht voll, sagen viele. Aber warum droht dann der Hausarztmangel auch im Saarland?

Der Vorsitzende des saarländischen Hausarztverbandes Dr. Jürgen Bethscheider erklärt die Ursachen.

 

Hausarztmangel im Saarland

Auch viele Medizinstudenten und junge Ärzte werden den unten verlinkten Bericht aus Spiegel online vom 16.4.18 zur Kenntnis nehmen, in dem es darum geht, dass zwei hessische Hausärzte mehrere zehntausend Euro Honorar zurückzahlen müssen, weil man ihnen vorwirft, in den letzten Jahren deutlich mehr Hausbesuche durchgeführt zu haben, als der Durchschnitt der hessischen Hausärzte! Hier werden also zwei Hausärzte nach den Regeln der deutschen Sozialgesetzgebung abgestraft, weil sie ihrem Beruf mit großem Engagement  nachgehen. Die meisten Hausärzte machen sowieso keine oder nur noch wenige Hausbesuche, da diese durch das niedrige Honorar von nicht einmal 23€ unwirtschaftlich geworden sind.

 

Viele junge Mediziner werden daraus ihr Schlüsse ziehen und womöglich nicht mehr in Erwägung ziehen, Hausarzt zu werden - sofern sie das überhaupt je vorgehabt hätten.  Als Hausarzt setzt man sich ganz offenbar der Gefahr aus, bestraft zu werden, wenn man seinen Beruf allzu ernst nimmt.

 

Zwei hessische Hausärzte werden für zuviele Hausbesuche bestraft

Ein Hausarzt aus der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Oer-Erkenschick musste am Montagmorgen 300 Patienten behandeln und schreibt einen Brandbrief an den neuen Gesundheitsminister Jens Spahn. Auf dessen Antwort darf man gespannt warten.

 

Hausarztpraxis schleust am Montagmorgen 300 Patienten durch

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