Hausärztemangel in Deutschland
Hausärztemangel in Deutschland

Bremen

Auch in Bremen wird immer offensichtlicher, dass die offizielle Bedarfsplanung mit dem tatsächlichen Bedarf an Hausärzten nicht viel zu tun hat. Der Hausärztemangel in der Hansstadt wird immer deutlicher spürbar, auch wenn die Kassenärztliche Vereinigung Bremen behauptet, die hausärztliche Versorgung läge nahe an der Überversorgung.

 

Bremens hausärztliche "Beinahe-Überversorgung"

Bis zum Erreichen der offiziellen Grenze zur hausärztlichen Überversorgung könnte Bremen 49 neue Hausärzte aufnehmen. Sogar zur "Normalversorgung" fehlen noch 16 Hausärzte.

 

Hausärztemangel in Bremen

"Versorgungsforscher" Joachim Klose will Entwarnung geben, denn es exisitert seiner Meinung nach gar kein Ärztemangel in Bremen. Leider vergisst man in diesem Artikel zu erwähnen, dass besagter Versorgungsforscher in Lohn und Brot der AOK steht, er ist Mitarbeiter des "WiDO" (Wissenschaftliches Institut der Ortskrankenkassen), welches derzeit damit beschäftigt ist, den Ärztemangel schönzureden und niedrigzurechnen. Er redet sich u.a. mit der über 20 Jahre alten Bedarfsplanung und der Fehlverteilung raus.

 

AOK-Desinformation über den Ärztemangel in Bremen

Bremen Nord droht der Hausärztemangel. Immer mehr Hausärzte hören aus Altersgründen auf, und Nachfolger finden sich in diesem, für niedergelassen Ärzte eher uninteressanten Gebiet nur sehr schwer. Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen versucht mit einer Teilung des Zulassungsbezirks und einem Förderprogramm das Problem anzugehen.

 

Bremen werden in den nächstne Jahren die Hausärzte augehen

Auch viele Medizinstudenten und junge Ärzte werden den unten verlinkten Bericht aus Spiegel online vom 16.4.18 zur Kenntnis nehmen, in dem es darum geht, dass zwei hessische Hausärzte mehrere zehntausend Euro Honorar zurückzahlen müssen, weil man ihnen vorwirft, in den letzten Jahren deutlich mehr Hausbesuche durchgeführt zu haben, als der Durchschnitt der hessischen Hausärzte! Hier werden also zwei Hausärzte nach den Regeln der deutschen Sozialgesetzgebung abgestraft, weil sie ihrem Beruf mit großem Engagement  nachgehen. Die meisten Hausärzte machen sowieso keine oder nur noch wenige Hausbesuche, da diese durch das niedrige Honorar von nicht einmal 23€ unwirtschaftlich geworden sind.

 

Viele junge Mediziner werden daraus ihr Schlüsse ziehen und womöglich nicht mehr in Erwägung ziehen, Hausarzt zu werden - sofern sie das überhaupt je vorgehabt hätten.  Als Hausarzt setzt man sich ganz offenbar der Gefahr aus, bestraft zu werden, wenn man seinen Beruf allzu ernst nimmt.

 

Zwei hessische Hausärzte werden für zuviele Hausbesuche bestraft

Ein Hausarzt aus der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Oer-Erkenschick musste am Montagmorgen 300 Patienten behandeln und schreibt einen Brandbrief an den neuen Gesundheitsminister Jens Spahn. Auf dessen Antwort darf man gespannt warten.

 

Hausarztpraxis schleust am Montagmorgen 300 Patienten durch

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Copyright by Andreas Ploch, April 2018