Hausärztemangel in Deutschland
Hausärztemangel in Deutschland

Baden-Württemberg

Wie schon so oft an dieser Stelle betont, ist der Hausärztemangel schon lange kein Landärztemangel mehr. Das macht sich u.a. im Großraum Stuttgart bemerkbar. In Birkach hat nun nach 30 Jahren eine weitere Hausarztpraxis geschlossen, weil der alteingesessene Praxisinhaber keinen Nachfolger gefunden hat. Von seinen Patienten hat er sich mit einem Gedicht verabschiedet.

 

Birkach verliert Hausarzt

 

Vielen Dank an Herrn Dr. Ulbrich für den Hinweis auf den verlinkten Artikel.

In Baden-Württemberg fehlen aktuell 500 Hausärzte. Vom Hausärztemangel sind dabei nicht nur ländliche Gebiete betroffen. auch in Ballungsgebieten, z.B. im großraum Stuttgart wird es immer schwerer, einen Hausarzt zu finden.
Die Kassenärztliche Vereinigung Ba-Wü plant nun, nach ostdeutschem Vorbild eigenen Hausarztpraxen mit angestellten Medizinern zu betreiben

 

KV-BW will eigene Praxen betreiben

Ein exemplarischer Fall aus Esslingen

Im südwestlichen Bundesland, das ähnlich wie Bayern als "Traumziel" für Hausärzte gilt, besteht ein immenser Hausärztemangel. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) fehlen derzeit 463 Hausärzte.

 

 

Großer Hausärztemangel im Ländle

Jeder zweite Bürgermeister Baden-Württembergs rechnet innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einer Verschlechterung der hausärztlichen Versorgung in seinem Zuständigkeitsbereich. Über ein Drittel der 7100 Hausärzte in Ba.-Wü. sind älter als 60 Jahre und erreichen somit bis 2021 das Rentenalter.

 

Hausärztemangel im Ländle wird sich verstärken

Die aktuelle Situation des Hausärztemangels in Ba-Wü beschreibt ein Artikel des Onlinemagazins "stimme.de"

 

Aktuelle Situation in Baden-Württemberg

In der Stadt Horb am Neckar (BaWü) besteht mit einem offiziellen Versorgungsgrad von nur noch 75 bereits ein deutliche Mangel an Hausärzten. Wäre dies nicht schon genug, sind die Hälfte der noch aktiven Hausärzte Horbs bereits über 60 Jahre als, und werden in den nächsten Jahren ihre Praxistätigkeit beenden. Doch mangels Nachfolgern bedeutet dies wohl auch die Schließung für die betroffenen Praxen.

 

"Keiner will nach Horb"

Der Hausärztemangel breitet sich nicht nur in ländlichen Gebieten aus. Auch größere Städte sind mehr und mehr betroffen. Das stellt man mittlerweile auch in Stuttgart fest, wo einige Stadtgebiete bereits hausärztlich unterversorgt sind.

 

Hausärztemangel in Sturrgart

Dieses Viedeo muss man einfach gesehen haben! Der Neurologe Dr. Wolfgang Kaiser singt als Kunstfigur "Dr. Eugen Bruddler" das Lied vom letzten Hausarzt auf dem Land.

Menschen, die des Schwäbischen nicht mächtig sind, werden leider einige Probleme mit dem Leidtext haben.

4.2.15

Auch im Landkreis Ludwigsburg werden so langsam die Hausärzte knapp.

 

Hausärztemangel im Landkreis Ludwigsburg

6.1.15

Die Stadt Plochingen verlor zum Jahresende 2014 ein Drittel ihrer Hausärzte. Die Hausärzte Reinhart Conzelmann und Peter Heister gingen in den Ruhestadt und schlossen mangels Nachfolger ihre Praxen. Somit bleiben der zwanzig Kilometer südöstlich von Stuttgart gelegenen Stadt nur noch vier Hausärzte zur Versogung der knapp 14000 Einwohner, womit sogar nach der angepassten neuen Bedarfsplanung der Versorgungsgrad auf unter 75% fällt.

 

Nur noch vier Hausärzte in Plochingen

19.11.14

Der Landkreis Böblingen wird bis 2020 etwa ein Drittel seiner Hausärzte verlieren. Als Gegenmaßnahme fördert die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württember die Gründung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Doch auch dafür werden Fachärzte für Allgemeinmedizin benötigt, welche es aber nicht genügend gibt.

 

Dem Kreis Böblingen gehen die Hausärzte aus

11.11.14

In der Stadt Horb steht nicht nur die Notfallpraxis auf tönernen Füßen, auch die hausärztliche Grundversorgung ist gefährdet.

 

Hausärztliche Versorgung wackelt

29.9.14

In und um Stuttgart werden die Hausärzte knapp. Die Bezirksärztekammer hat daher mit dem Klinikum Stuttgart und niedergelassenen Ärzten einen Weiterbildungsverbund gegründet, um die Ausbildung neuer Hausärzte zu erleichtern. Allerdings ist man sich auch darüber im Klaren, dass dadurch an den wirtschaftlichen Zwängen nichts geändert wird und der Beruf des Hausarztes weiterhin unattraktiv bleibt.

 

Stuttgart fehlen Allgemeinmediziner

26.9.14

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat wohl irgendwie den Schuss überhört. Anders ist es kaum zu erklären, dass man neue Landärzte nun ernsthaft mit "bis zu 30 000 Euro" fördern will. Das Förderprogramm ist auch noch auf insgesamt 2 Mio Euro limitiert.

In anderen Regionen werden mehr als doppelt so hohe Förderprämien für neue Hausärzte ausgelobt, doch trotzdem will sich niemand niederlassen.

Wenn diese Werbeaktion nicht aufgrund schwerer Naivität ins Leben gerufen wurde, kann sie bestenfalls als politischer Aktionismus denn als ernsthafte Suche nach neuen Hausärzten verstanden werden.

 

Förderprogramm ohne zu erwartende Förderung

25.9.14

Der Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Rhein-Neckar-Odenwald Stefan Strobel hat offenbar ein sonniges Gemüt. Seit 2007 hat er sein Haus auf 20 Geschäftsstellen ausgebaut, weitere sollen folgen. Er ist stolz darauf, dass er 5000 Neumitglieder gewinnen konnte und die AOK-Versicherten vor Ort immer direkte Ansprechpartner unter den 770 Mitarbeitern seiner AOK-Direktion finden können. Nur leider finden die Versicherten der AOK Rhein-Neckar-Odenwald auch immer seltener einen Hausarzt, denn diese werden auch in seinem Zuständigkeitsbereich immer knapper. Und das, obwohl er den Hausarztvertrag der AOK Ba.-Wü. über den grünen Klee lobt.

 

Doch Herr Strobel ist sich sicher, dass man eine Lösung für das Hausärzteproblem finden könnte, "wenn sich alle Betroffenen gemeinsam darum kümmern".

 

So einfach ist das also? Danke, Herr Strobel!

 

Hauptsache, die AOK hat genug Geschäftsstellen

23.9.14

Das einzige, was dem Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg zum regionalen Hausärztemangel einfällt, sind Arzthelferinnen, welche die notwendigen Hausbesuche übernehmen (VERAH = Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis). Eine VERAH hängt aber immer an einer Praxis und die Therapieentscheidungen müssen immer vom Arzt getroffen werden. Was aber, wenn es diesen Arzt nicht mehr gibt? Doch diese Frage stellt sich der Herr Herrmann von der AOK sicherheitshalber erst einmal nicht.

 

Regionale AOK informiert über den Landärztemangel und die Lösung des Problems

15.9.14

Das Internet-Portal ka-news.de berichtet über den immer größer werdenden Hausärztemangel in der Stadt Karlsruhe. Dort fehlen mittlerweile 20 Hausärzte und über ein Fünftel der Karlsruher Hausärzte ist bereits über 60 Jahre alt. Johannes Fechner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) befürchtet ein Drama, wenn die Hausärzte langsam aber stetig verschwinden.

 

Nicht nur gefühlt wird es ein Drama!

25.8.14

Mit Hilfe des Baden-Württembergischen Hausarztverbandes sucht die Gemeinde Niefer-Öschelbronn einen neuen Hausarzt. Für die Praxis des ausscheidenden Hausarztes ließ sich bislang kein Nachfolger finden.

 

Niefern-Öschelbronn sucht neuen Hausarzt

Praxisbörse des Hausärzteverbands Ba-Wü

20.8.14

Heute erreichte mich die Email eines Landarztes aus dem Ostalbkreis, in welcher er die dortige Situation bei den Hausärzten beschreibt. Freundlicherweise erteilte er mir die Erlaubnis, sein Schreiben zu veröffentlichen:

 

 

Erfahrung eines Landarztes aus dem Ostalbkreis:

 

Vor drei Jahren verließ mich mein langjähriger Seniorpartner im Alter von 70 Jahren nach 4-jährig erfolgloser Nachfolgersuche. Nun sind in meinem Dorf 2 statt 3 Ärzte. Der frei gewordene Arztsitz meines Kollegen wurde vom Zulassungsausschuss vom Land in die Stadt (Aalen oder Oberkochen) verlagert.

 

In der westlichen und in der südlichen Nachbargemeinde mussten vor über einem Jahr 2 Praxen aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben werden. Eine Gemeinde noch weiter westlich ist ein älteres Ehepaar tätig, das auch schon händeringend nach einem Nachfolger sucht.  

Nördlich von Ellwangen ist es besonders prekär. Dort sind in den letzten 8 Jahren drei Praxen aufgegeben worden. In zusammengenommen 6 großen Flächengemeinden gibt es nur noch 3 Praxen, dabei eine Gemeinschaftspraxis mit einem Seniorpartner, der auch schon über 60 ist. Es ist also absehbar, dass dort bald nur noch 3 Ärzte für 6 große Gemeinden da sind. Die Kassenarztsitze sind jetzt nicht mal mehr in die Stadt Ellwangen abgewandert, dort ist "offener Bezirk": das heißt, ein Arzt könnte dort jederzeit problemlos eine Hausarztpraxis eröffnen, nur will sich keiner das antun! Auch in der Kleinstadt Ellwangen werden in den nächsten Jahren mehrere Hausarztpraxen ohne Nachfolger aufhören, bei zwei Praxen ist dies bereits eingetreten.

Landrat, Bürgermeister und die lokalen Kassen haben bereits kapiert, was gespielt wird, nur will das in Stuttgart oder Berlin auch niemand hören.

"Der Baden-Württembergische Ärztetag analysiert die Struktur und Verfügbarkeit künftiger medizinischer Versorgung und berät, wie dem Ärztemangel begegnet werden kann."

Das Ergebnis dieser Analyse lautet: 10 000 neu approbierte Ärzte pro Jahr reichen nicht aus.

 

Wir brauchen mehr Ärzte denn je!

Im Schwarzwald-Baar-Kreis besteht schon seit längerer Zeit ein Hausärztemangel. Über die Internetseite www.perspektive-hausarzt-bw.de wird nun intensiv um neue Hausärzte geworben.

 

Kreis wirbt um neue Hausärzte

Kreis hilft bei Ärztesuche mit

In den nächsten fünf Jahren werden in Baden-Württemberg über 1600 Hausärzte in den Ruhestand gehen, berichtet der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) Dr. Norbert Metke, und nur etwa jeder dritte wird einen Nachfolger finden. Somit werden allein bis 2020 über 1000 Hausärzte fehlen.

 

Dem Ländle gehen die Hausärzte aus

 

Bereits heute schon gibt es praktisch keine Möglichkeit mehr, den sich abzeichnenden katastrophalen Hausärztemangel in Baden-Württemberg zu verhindern. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil B.-W. aufgrund der Hausarztverträge (HzV) das für Hausärzte  lukrativste Bundesland ist.

Die Schwäbische Zeitung berichtet über den zunehmenden Hausärztemangel in den ländlichen Regionen Baden-Württembergs und auch im Ballungsraum Stuttgart. Bemerkenswert ist die analytische und ungeschönte Darstellung der Situation. Diesen Artikel sollten alle Gesundheitspolitiker und "Gesundheitsexperten" im Dunstkreis von Politik und Kassen verinnerlichen.

 

Wenn der Hausarzt nicht mehr da ist

Ärzte können die rasch zunehmende Zahl von pflegebedürftigen Patienten in den Seniorenheimen Rheinfeldens nicht mehr bewältigen. Die Pflegeheime werden ohne Berücksichtigung der ärztlichen Versorgung geplant, und die bereitstehenden Gelder für die heimärztliche Versorgung werden für eine Cafeteria ausgegeben.

 

Weniger Ärzte für mehr Patienten

Die Bedarfsplanung berrechnet eine theoretische Überversorgung, daher darf sich ein dringend benötigter Hausarzt in Schonach nicht niederlassen. Die Kassenärzttliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) bleibt trotz der Option einer Sonderregelung untätig!

 

Planwirtschaft gemäß DDR 2.0 verhindert Niederlassung eines dringend benötigten Hausarztes in Schonach

Im Bereich Dunningen geht man den drohenden Hausärztemangel wissenschaftlich an. Zudem dürfen Bürger ihre Ideen zur Hausarztsuche einbringen.

 

Brainstorming zum Thema Hausarztsuche in Dunningen

Im Landkreis Waiblingen beschäftigt sich der Kreistag mit dem drohenden Ärztemangel. Ein großer Teil der Ärzteschaft ist auch dort bereits älter als 60 Jahre alt.

 

Drohender Ärztemangel im Landkreis Waiblingen

Via Internet und mit Werbespots sucht der Ortenaukreis (Ba.-Wü.) neue Hausärzte.

 

Ortenaukreis sucht Hausärzte

In den kommenden Jahren werden im Ländle 900 Hausarztpraxen schließen, wodurch es zu gravierenden Versorgungsproblemen kommen wird. Zu diesem Schluss kommt die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg aufgrund des Versorgungsberichts 2012.

 

Baden-Württemberg verliert in den nächsten Jahren 900 Hausarztpraxen

Der Hausarztverband Baden-Württemberg versucht, mit einem Werbefilm neue Hausärzte für das Ländle zu gewinnen.

 

Den Film muss man einfach gesehen haben! Nur "Der Landarzt" war besser. Ob junge Allgemeinmediziner auf so einen Schmalz reinfallen, darf jedoch stark in Zweifel gezogen werden.

 

Reif für den Oscar!

Man muss schon zugeben: in Sachen Hausarztsuche sind die Baden-Württemberger sehr kreativ. Ob es hilft?

 

Tour de Ländle für sechs Medizinstudenten

In Neuweiler werden beide ansässigen Hausärzte in absehbarer Zeit ihre Tätigkeit aus Altersgründen beenden. Ohne Nachfolger steht die Gemeinde bald komplett ohne Hausärzte da. Der Bürgermeister spricht unverblümt die Hauptursache für den Mangel an Nachfolgern an.

 

Ärztemangel in Neuweiler

Vor allen Dingen in den ländlichen Regionen Baden-Württembergs ist die Niederlassung für junge Hausärzte unattraktiv. Das Hauptprobelm ist das Geld. Jeder zweite Hausarzt ist dort bereits über 55 Jahre alt, d.h. jeder zweite Hausarzt wird dort innerhalb der nächsten zehn Jahre in den Ruhestand gehen.

 

Dramatischer Hausärztemangel bedroht den ländlichen Raum

Baden-Württembergs Gesundheitsministerin feiert 15 neue Hausärzte als Erfolg. Während diese 15 neuen Hausärzte durch ein laues Förderprogramm gewonnen wurden, haben schätzungsweise 30 andere Praxen geschlossen. Die Frage ist ohnehin, ob allein eine Förderprämie von 30 000 € einen Arzt zur Niederlassung motivieren könnte. Verglichen mit den Investitionskosten, der schlechten Honorierung und dem Regressrisiko ist diese Förderprämie nämlich lächerlich gering. Man kann also davon ausgehen, dass sich diese 15 Ärzte auch ohne Förderprämie niedergelassen hätten.

 

Realitätsfremde Gesundheitspolitik in Ba-Wü.

"Die Versorgungskatastrophe ist in Baden-Württemberg bereits eingetreten" , sagt der Landesvorsitzende des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg Berthold Dietsche. Viele ländliche Gemeinden finden keine Hausärzte mehr und höchstens 4500 der 7500 Hausarztpraxen bieten noch eine Vollversorgung an. Weiterhin fehlen bislang mindestens 500 Hausärzte.

 

Dem reichen Baden-Württemberg gehen die Hausärzte aus.

In der Stadt Lörrach, die nach offizieller Bedarfsplanung mit Hausärzten überversorgt ist, besteht trotzdem ein realer Hausärztemangel. Dies beweist, dass die über 20 Jahre alte Bedarfsplanung, nach welcher die Anzahl der benötigten Ärzte der verschiedenen Fachrichtungen für eine Region berechnet wird,  dringend einer Überarbeitung bedarf. Diese Überarbeitung wird jedoch von Kassen, Kassenärztlichen Vereinigungen und Gesundheitspolitik gescheut, da sie den Hausärztemangel, der mit der aktuellen Bedarfsplanung ganz leicht schöngerechnet werden kann, nach einer Novellierung für jeden klar erkennbar machen würde. Der Hausarztmangel in einem in der aktuellen Bedarfsplanung als überversorgt ausgewiesenem Gebiet ist allerdings besonders problematisch, da sich dort kein weiterer Arzt niederlassen darf, selbst wenn er wollte.

 

In Lörrach findet man kaum noch einen neuen Hausarzt

Auch viele Medizinstudenten und junge Ärzte werden den unten verlinkten Bericht aus Spiegel online vom 16.4.18 zur Kenntnis nehmen, in dem es darum geht, dass zwei hessische Hausärzte mehrere zehntausend Euro Honorar zurückzahlen müssen, weil man ihnen vorwirft, in den letzten Jahren deutlich mehr Hausbesuche durchgeführt zu haben, als der Durchschnitt der hessischen Hausärzte! Hier werden also zwei Hausärzte nach den Regeln der deutschen Sozialgesetzgebung abgestraft, weil sie ihrem Beruf mit großem Engagement  nachgehen. Die meisten Hausärzte machen sowieso keine oder nur noch wenige Hausbesuche, da diese durch das niedrige Honorar von nicht einmal 23€ unwirtschaftlich geworden sind.

 

Viele junge Mediziner werden daraus ihr Schlüsse ziehen und womöglich nicht mehr in Erwägung ziehen, Hausarzt zu werden - sofern sie das überhaupt je vorgehabt hätten.  Als Hausarzt setzt man sich ganz offenbar der Gefahr aus, bestraft zu werden, wenn man seinen Beruf allzu ernst nimmt.

 

Zwei hessische Hausärzte werden für zuviele Hausbesuche bestraft

Ein Hausarzt aus der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Oer-Erkenschick musste am Montagmorgen 300 Patienten behandeln und schreibt einen Brandbrief an den neuen Gesundheitsminister Jens Spahn. Auf dessen Antwort darf man gespannt warten.

 

Hausarztpraxis schleust am Montagmorgen 300 Patienten durch

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