Hausärztemangel in Deutschland
Hausärztemangel in Deutschland

Hier finden Sie Informationen über den Hausärztemangel in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern. Klicken Sie links auf das Bundesland, das Sie interessiert.

Nach offiziellen Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen der Bundesländer fehlen aktuell in Deutschland über 2500 Hausärzte. Die Zahlen beziehen sich auf die Anzahl der freien Hausarztsitze, bzw. die Zahl der Sitze, die bis zum Erreichen der offiziellen Grenze zur hausärztlichen Überversorgung in einem Planungsbereich besetzt werden könnten.

 

Somit fehlen in Deutschland bereits doppelt soviele Hausärzte, als neue Allgemeinmediziner pro Jahr ihre Facharztprüfung ablegen. (Siehe auch Daten und Fakten)

Bundesland Fehlende Hausärzte Bemerkung
Baden-Württemberg 462  
Bayern 189  
Berlin 0  
Brandenburg  n. n. 37 von 46 Planungsbereichen offen
Bremen 49,75  
Hamburg 0  
Hessen 149  
Meck.-Vorpommern 125  
Niedersachsen 366,5  
NRW 574,5 KV-NO und KV-WL
Rheinland-Pfalz n. n. 29 von 51 Planungsbereichen offen
Saarland 36,5  
Sachsen 240  
Sachsen-Anhalt 133  
Schleswig-Holstein 23  
Thüringen 50,5  
     

Quellen: Homepages der einzelnen Kassenärztlichen Verinigungen. Die Zahlen beziehen sich auf die jeweils letzten Veröffentlichungen der jeweiligen KV.

Die KVen Brandenburg und Rheinland-Pfalz geben keine konkreten Zahlen an, sondern lediglich die Anzahl der offenen Planungsbereiche, d.h. jener Niederlassungsbezirke, in welchen mindestens ein freier Hausarztsitz existiert.

Überregionale Informationen

Sind Hausärzte Ärzte zweiter Klasse?

Der Beruf des Hausarztes benötigt dringend eine Aufwertung hinsichtlich des Einkommens und der beruflichen Autonomie. Nur so lässt sich dieser Beruf für zukünftige Absolventen des Medizinstudium wieder attraktiv machen. Aktuell findet nur jeder zweite ausscheidende Hausarzt einen Nachfolger.

 

Ärzte zweiter Klasse

Zunehmender Hausärztemangel in Großstädten

Dass der Hausärztemangel in erster Linie ein Landärztemangel sei und diesem ein Verteilungsproblem zugrunde läge, wird von Kassen und Politik immer noch gerne behauptet. Tatsächlich gehen auch den Großstädten langsam die Hausärzte aus.

 

Hausärzte meiden auch die Großstädte

Wie in der DDR

In einem beachtenswerten Kommentar rechnet der Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten mit dem planwirtschaftlichen Gesundheitssystem der Bundesrepublik Deutschland ab.

 

Hausärztemangel: DDR-Rezept

Nur die Hälfte der Facharztweiterbildungsstellen für Allgemeinmedizin sind besetzt

Bereits 2009 wurde ein bundesweites Förderprogramm zur Facharztweiterbildung für Allgemeinmedizin ins Leben gerufen, durch das 5000 Weiterbildungsstellen für zukünftige Hausärzte finanziert werden. Der Erfolg stellt sich leider nicht ein und die Ergebnisse sind ernüchternd, denn nur knapp die Hälfte dieser Weiterbildungsstellen werden auch tatsächlich besetzt. Bezogen auf eine fünfjährige Facharztausbildungsdauer bringt dieses Programm also noch nichteinmal 500 neue Hausärzte pro Jahr "auf den Markt", was bei schätzungsweise 3000 bis 4000 benötigten Allgemeinmedizinern jährlich gerade einmal der berühmte Tropfen auf den heißen Stein ist. Mit einer Verbesserung des Hausärztemangels ist mittel- bis langfristig nicht zu rechnen.

 

Nur 2500 antatt 5000 Weiterbildungsstellen für Allgemeinmediziner besetzt

Glaubt Gesundheitsminister Gröhe noch an den Weihnachtsmann?

... oder will Gröhe die Bevölkerung an den Weihnachtsmann glauben lassen? In einem lesenswerten Artikel zerpflückt der Autor Jürgen Sprenzinger im Portal "egoverment-computing" einige Eckpfeiler der geplanten Gesundheitsreform, die unter dem wohlklingenden Namen GKV-Versorgungsstärkungsgesetz einmal erneut alles besser machen soll.

 

Ein gesundheitspolitisches Weihnachtsmärchen

Patientenbeauftragter Laumann zeigt Einsicht: Am System stimmt etwas nicht

19.11.14

Auf einer Forumsveranstaltung im Rahmen der Medica in Düsseldorf zeigte der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Laumann so etwas wie Einsicht, indem er zugab, dass der zunehmende Hausärztemangel auf dem Land auch durch das Gesundheitssystem verursacht würde. Schließlich gäbe es auf dem Land ja auch andere Berufe, wie Bäcker, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten u.s.w., die sich nicht abschrecken ließen und dort ihr Auskommen hätten.

 

Mit verantwortlich sei aber auch, dass oft die falschen Studienbewerber zugelassen würden, nämlich jene mit sehr gutem Abitur, die nicht aufs Land wollten.

Indirekt wiederholt Laumann damit seine Behauptung, man müsse als Abiturient nur dumm genug sein, um später als Kassenarzt aufs Land zu gehen. Irgendwie hat er damit aber schon recht, denn man muss heutzutage wirklich  ausgesprochen ignorant (oder leidensfähig) sein, um sich überhaupt als Hausarzt niederzulassen.

 

Laumann: "Da ist doch etwas faul im System."

Gröhes GKV-Versorgungsstärkungsgesetz wird zu einer raschen Zunahme des Haus- und Fachärztemangels führen!

19.11.14

Das von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und seinen Souffleuren Karl Lauterbach (SPD) und Jens Spahn (CDU) geplante GKV-Versorgungs-stärkungsgesetz (GKV-VSG) wird den Mangel an ambulanter Versorgung für Kassenpatienten in den nächsten Jahren dramatisch verstärken. Gemäß dieser erneuten Gesundheitsreform – um eine solche handelt es sich nämlich, auch wenn diese Bezeichnung wohl wissend vermieden wird – sollen nämlich viele haus- und fachärztliche Praxen zwangsweise geschlossen werden, wenn der Praxisinhaber in den Ruhestand tritt. In den laut G-BA-Beschluss überversorgten Gebieten sollen diese Praxen nicht mehr nachbesetzt und der Praxisinhaber entschädigt werden. Auch wenn ein Nachfolger zur Verfügung stünde, soll dieser den frei werdenden Vertragsarztsitz nicht übernehmen dürfen.

Von dieser Regelung werden in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren ca. 25 000 Facharzt- und viele tausend Hausarztpraxen betroffen sein. Diesbezügliches Ziel des GKV-VSG ist, niederlassungswillige Ärzte in strukturschwache und unterversorgte Gebiete zu zwingen. Dass sich in solchen Fällen die zunächst niederlassungswilligen Ärzte in den meisten Fällen wahrscheinlich ganz gegen eine Niederlassung entscheiden werden, stört Herrn Gröhe nicht. Das GKV-VSG ist also nichts anderes als ein Praxis-Vernichtungsgesetz, zumal es eine Überversorgung in den meisten Regionen ohnehin nur auf dem Papier gibt.

 

Andererseits müssen laut geplantem Gesetz aber auch Terminservicestellen eingerichtet werden, die jedem Kassenpatienten einen Facharzttermin innerhalb von vier Wochen garantieren sollen, und die Krankenhäuser, die heute schon vollkommen überlastet sind, sollen in die reguläre ambulante Behandlung von Kassenpatienten einbezogen werden.

 

Allein diese beiden Punkte der sehr umfangreichen Gröhe’schen Gesundheitsreform namens GKV-VSG zeigen, wie inkompetent und letztendlich vollkommen planlos auch dieser Gesundheitsminister zur Zerstörung des einstmals besten Gesundheitssystems der Welt beiträgt. Jeder will eben seine Spuren hinterlassen.

Gröhe negiert weiterhin das Ausmaß des Hausärztemangels

1.10.14

Trotz des evidenten Hausärztemangels in Ballungsräumen, großen und mittelgroßen Städten, spricht Bundesgesundheitsminister Gröhe weiterhin unbeirrt von einem Verteilungsproblem und Überversorgung in Ballungsgebieten. Er kündigte noch für dieses Jahr zügige gesetzliche Schritte gegen seine Version des Hausärztemangels an.

Eigentlich sollte die erste Lesung zum neuen Versorgungsstrukturgesetz ja bereits im September stattfinden, wurde nun aber auf Dezember vertagt. Das nennt Gröhe also zügig.

Letztendlich zeigt Gröhes Verhalten aber nur eines: weder er, noch der Sachverständigenrat haben ein schlüssiges Konzept, wie dem Hausärztemangel effektiv entgegengewirkt werden könnte.

 

Die Gesundheitspolitik verdreht unbeirrt die Tatsachen

Internationale Konferenz über den Hausärztemangel

Nicht nur Deutschland ist vom Hausärztemangel betroffen. Viele Länder Europas beklagen bereits den immer weiter voranschreitenden Mangel an niedergelassenen Ärzten, die die medizinische Basisversorgung der Bevölkerung gewährleisten.

Am 25. und 26. September findet in Bonn der erste internationale Hausärztetag statt, auf dessen Agenda in erster Linie der Hausärztemangel steht. Interessanterweise wird auch der aktuelle Gesundheitsminister Gröhe anwesend sein, der ja trotz seines jetzt schon zum Scheitern verurteilten GKV-Versorgungsstrukturgesetz 2  immer noch keine effektiven Maßnahmen gegen die von seinen Amtsvorgängern verschuldete Situation einleiten kann und will.

 

Erster internationaler Hausärztetag in Bonn

Deutschland droht der große Hausärztemangel

Nur noch jeder zehnte Medizinstudent kann sich vorstellen, Hausarzt zu werden.  Dies ergab eine Studie der Universität Trier, für die 11000 Medizinstudenten befragt wurden. 40% müssten es jedoch sein, um zumindest den aktuellen Stand zu halten. Früher waren 60% aller niedergelassenen Ärzte Hausärzte.

 

Kein Bock auf Hausarzt

Auslaufmodell Hausarzt

Die Welt beschäftigt sich am 4.9.14 mit dem zunehmenden Hausärztemangel in Deutschland, wagt eine Analyse und trifft den Nagel (fast) auf den Kopf.

Einzig die so großzügig erscheinende Honorasteigerung in Höhe von 250 Mio € für die Hausärzte wird fehlinterpretiert. Diese kompensierrt nämlich erstens noch nicht einmal die Inflationsrate und ist zweitens zum größten Teil für die Weiterbildung von medizinischen Fachangestellten (Arzthelferinnen) bestimmt, die in Zukunft die Hausbesuche durchführen sollen.

 

Auslaufmodell Hausarzt

"Gröhe-Sprechstunde" nimmt Patienten das Recht auf freie Arztwahl

27.8.14

Die unter Ärzten jetzt schon als "Gröhe-Sprechstunde" verspottete vierwöchige Termingarantie für Facharztbehandlungen untergräbt das verbriefte Recht auf freie Arztwahl. Sollte sich nämlich ein Patient, der eine dringliche Überweisung seines Hausarztes zu einem Facharzt erhalten hat, an eine der geplanten Terminvergabestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen wenden, wird er an den nächst verfügbaren Facharzt vermittelt. Eine Vermittlung an den Wunsch-Facharzt ist mit diesem Service kaum möglich.

 

Gröhes Symbolpolitik kostet Patienten die freie Arztwahl

 

Gröhesprechstunde

Die Angst vor dem Ärztemangel wächst

5.8.14

"Ob Ost oder West, ob Stadtrand oder Landgemeinde - die Sorgen wegen fehlender Ärzte, vor allem Hausärzte, werden immer größer. Nach den Sommerferien soll Bewegung in den Kampf gegen Medizinermangel kommen." Die Ansage, dass nun endlich etwas gegen den (Haus-)Ärztemangel unternommen werden soll, gab es in den letzten Jahren bereits häufig. Politiker aller Coleur versprachen Abhilfe. Doch alle Hausarztbeschaffungsprogramme floppten, da an der Ursache vorbeitherapiert wurde. Auch der Vorstoß des neuen Gesundheitsministers Hermann Gröhe wird wohl auch keine positiven Konsequenzen haben, denn auch Herr Gröhe negiert die eigentliche Ursache des Hausärztemangels: viel zu wenig Honorar - und ein bisschen mehr Geld genügt hier beileibe nicht.

Das Handelsblatt nimmt sich der Thematik an:

 

Angst vor dem Ärztemangel wächst

Zunehmender Hausärztemangel auch in Großstädten

5.8.14

Der Hausärztemangel nimmt auch in den Großstädten immer weiter zu. Was Insidern schon lange bekannt ist, von Politik und Kassen aber bislang weitgehend ignoriert wurde, wird nun auch der breiten Öffentlichkeit bekannt.

 

Hausärztemangel in Remscheid (NRW)

Hausärztemangel in München

Ein Drittel der Krankenhäuser in Finanznot

Wo es an niedergelassenen (Haus-)Ärzten fehlt, sollen ja nach den Forderungen des Gesundheitsministers Gröhe die Kliniken aushelfen. Es soll eine Öffnung der Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Behandlung stattfinden, so dass die Krankenhäuser ambulante Patienten auch in Routinefällen behandeln dürften.

 

Von dieser Idee sind die Verantwortlichen in den Krankenhäusern meistens weniger begeistert, denn auch heute schon wird dort oft am Limit gearbeitet, auch finanziell. Aufgrund der desolaten Finazierung sind hunderte Kliniken in ihrer Existenz gefährdet. Jede dritte Klinik schreibt rote Zahlen, dies zeigt der Krankenhaus-Rating-Report 2014. Experten empfehlen die Schließung kleinerer Krankenhäuser, wie man sie gerade in ländlichen Regionen findet.

 

16% der Krankenhäuser durch Insolvenz bedroht

Ein Drittel der Krankenhäuser schreiben rote Zahlen

Der Ärztemangel ist politisch gewollt

Die offizielle Bedarfsplanung geht an den tatsächlichen Notwendigkeiten vorbei, und der Ärztemangel ist geplant. Zu diesem Ergebnis kommt der Autor eine Artikels im Onlinemagazin von "Die Zeit" vom 11.7.2013.

 

Der Ärztemangel ist geplant!

Jeder vierte Hausarzt wird in den nächsten sechs Jahren seine Praxis aufgeben.

Jeder vierte Haus- und Facharzt wird bis 2020 seine Praxis aufgeben. Dies ergab der Ärztemonitor, eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gemeinsam mit dem Virchow-Bund (NAV). Über die Hälfte aller befragten Ärzte gaben an, bislang noch keinen Nachfolger gefunden zu haben und drei Viertel halten die Suche nach einem Nachfolger generell für schwierig. Der Rest hat sich wohl noch keine Gedanken über die Nachfolge gemacht ...

 

Ein Viertel der niedergelassenen Ärzte geben ihre Praxis bis 2020 auf

 

Drei Viertel der Ärzte halten die Suche nach einem Nachfolger für schwierig

 

Die Selbstausbeutung der Ärzte geht zu Ende

"Experten" nutzen statistische Rechnereien um das Hauptproblem zu vertuschen

So genannte Experten und Gutachter fordern in einem 600seitigen Gutachten u.a. eine Honorarerhöhung für Landärzte auf Kosten der Ärzte in den angeblich überversorgten Gebieten. Zudem sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen frei werdende Kassenarztsitze in solchen Gebieten aufkaufen.

 

Leider übersehen diese Experten geflissentlich, dass es überversorgte Gebiete eigentlich nur noch bei Betrachtung durch die rosa-rote Statistikbrille der schöngerechneten Bedarfsplanung gibt. Es gibt nämlich nicht allein dadurch genug Hausärzte, indem man willkürlich eine Sollmarke festlegt und somit die fehlenden Praxen einfach wegrechnet. Für Gesundheitsexperten (meist ohne Medizinstudium oder medizinsiche Fachausbildung) ist das aber wohl nicht ganz so leicht zu verstehen. Der aktuelle Bundesminister für Gesundheit versteht diese Experten dafür umso besser ...

 

Herr Gröhe, falls Sie hier mal mitlesen sollten: in den nächsten zehn Jahren wird knapp die Hälfte aller Hausärzte meist ohne Praxisnachfolger in das Rentenalter eintreten, und viele andere werden vorzeitig das Handtuch werfen. Das gilt für Ärzte auf dem Land ebenso, wie für Ärzte in den Gebieten, die par ordre du mufti als überversorgt definiert werden.

Was gedenken Sie als Gesundheitminister dagegen zu unternehmen - und wann?

 

Gutachter fordern Zuschlag für Landärzte

 

Expertenrat - Maßnahmen gegen Ärztemangel reichen nicht

Patientenbeauftragter Laumann fordert noch mehr Ärzte, die nicht Hausarzt werden wollen

im

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann fordert bei einem Besuch im vom Hausärztemangel stark bedrohten Landkreis Herford, dass mehr Ärzte ausgebildet werden müssten.

 

Gute Idee, Herr Laumann, dann gibt es noch mehr Ärzte, die nicht Hausarzt werden wollen, und Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Australien u.s.w. dürfen sich über noch mehr in Deutschland bestens ausgebildete Ärzte freuen. Auch wenn laut Laumann der Numerus clausus für das Medizinstudium abgesenkt werden soll, so blöd sind sogar Vierer-Abiturienten nicht, dass sie im deutschen Gesundheitsystem Hausarzt werden wollen. Indirekt behauptet Laumann jedoch, man benötige ein schlechteres Abitur, um sich vorstellen zu können, Landarzt zu werden:

 

»Wir laufen sehenden Auges in die Unterversorgung«, kritisierte Laumann die Politik. Sein Lösungsvorschlag: »Wir müssen mehr Ärzte ausbilden. «, betonte er. Ein hoher Numerus Clausus und lange Wartezeiten als Hürde zum Medizinstudium führten aber dazu, »dass die, die sich vorstellen können, Landarzt zu sein, meist gar nicht drankommen.«

 

Herr Laumann hofft also auf genug Dumme, die Landarzt werden wollen.

 

Laumann fabuliert

GKV-Spitzenverband sieht nur ein beginnendes Problem

Der GKV-Spitzenverband tut so, als ob die hausärztliche Versorgung weitgehend (noch) in Ordnung sei und der Hausärztemangel bislang nur ein beginnendes kleines Problem in ländlichen Gebieten wäre. Daher fällt es dem Pressesprecher der Lobbygesellschaft der Krankenkassen offenbar sehr leicht, die Anstrengungen der Kassenärztlichen Budensvereinigung auf der Suche nach Hausärztenachwuchs zu loben.

 

GKV-Spitzenverband verleugnet erneut die drohende Versorgungskatastrophe

KBV will niederlassungswillige Ärzte  fördern

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein Programm zu Gewinnung niederlassungswilliger Ärzte bereits während des Medizinstudiums ins Leben gerufen. Noch wird dieses Programm allein von den Kassenärzten finanziert, es soll jedoch eine steuerfinanzierte Stiftung ins Leben gerufen werden.

 

KBV will den Mut zur Niederlassung schon während des Medizinstudiums fördern

Schlechtes Image hält von Niederlassung ab

Ein zunehmend schlechtes Image unter Berufskollegen und die schlechte Bezahlung schrecken viele junge Mediziner davon ab, die Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu absolvieren.

 

Schlechtes Image und geringe Honorierung schreckt junge Ärzte vom Hausarztberuf ab

Doppelt soviele Allgemeinmediziner benötigt

Die Anzahl der Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin müsste sich verdoppeln um den zukünftigen Bedarf an Hausärzten decken zu können.

 

Große Nachwuchssorgen bei Allgemeinmedizinern

 

Spardiktat verhindert Therapiefreiheit

Realität in Deutschland: Kostendruck schränkt ärztliche Therapiefreiheit ein. Zudem besteht ein Ärztemangel im Krankenhaus und im niedergelassnen Bereich.

 

Kostendruck schränkt Therapiefreiheit ein

 

Kassen-Flatrate ist schuld am Ärztemangel

Fehlende verlässliche Rahmenbedingungen und die Flatrate-Mentalität der gesetzlichen Krankenkassen sind die Hauptgründe dafür, dass es immer weniger niedergelasse Ärzte gibt. Niedergelassene Ärzte sind nicht länger bereit, unbezahlte Überstunden abzuleisten.

 

Flatratementalität der Kassen vertreibt Ärzte

 

Ärztemangel nur erfunden?

Ist der Ärztemangel nur eine Erfindung? Mit dieser Frage bschäftigt sich das Online-Magazin "Huffington Post".

 

Weniger Versorgung trotz zunehmender Arztzahlen

Auch viele Medizinstudenten und junge Ärzte werden den unten verlinkten Bericht aus Spiegel online vom 16.4.18 zur Kenntnis nehmen, in dem es darum geht, dass zwei hessische Hausärzte mehrere zehntausend Euro Honorar zurückzahlen müssen, weil man ihnen vorwirft, in den letzten Jahren deutlich mehr Hausbesuche durchgeführt zu haben, als der Durchschnitt der hessischen Hausärzte! Hier werden also zwei Hausärzte nach den Regeln der deutschen Sozialgesetzgebung abgestraft, weil sie ihrem Beruf mit großem Engagement  nachgehen. Die meisten Hausärzte machen sowieso keine oder nur noch wenige Hausbesuche, da diese durch das niedrige Honorar von nicht einmal 23€ unwirtschaftlich geworden sind.

 

Viele junge Mediziner werden daraus ihr Schlüsse ziehen und womöglich nicht mehr in Erwägung ziehen, Hausarzt zu werden - sofern sie das überhaupt je vorgehabt hätten.  Als Hausarzt setzt man sich ganz offenbar der Gefahr aus, bestraft zu werden, wenn man seinen Beruf allzu ernst nimmt.

 

Zwei hessische Hausärzte werden für zuviele Hausbesuche bestraft

Ein Hausarzt aus der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Oer-Erkenschick musste am Montagmorgen 300 Patienten behandeln und schreibt einen Brandbrief an den neuen Gesundheitsminister Jens Spahn. Auf dessen Antwort darf man gespannt warten.

 

Hausarztpraxis schleust am Montagmorgen 300 Patienten durch

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