Hausärztemangel in Deutschland
Hausärztemangel in Deutschland

Herzlich willkommen auf der

unabhängigen Informationsseite

über den Hausärztemangel in Deutschland

Diese Webseite tritt der von Politik und Krankenkassen oft verbreiteten Behauptung entgegen, in Deutschland gäbe es keinen Hausärztemangel. Es gibt ihn doch, wie viele Menschen bereits selbst festgestellt haben.

Der Ärztemangel im Allgemeinen und der Hausärztemangel im Besonderen nimmt von Monat zu Monat mit wachsender Geschwindigkeit zu und wird über kurz oder lang in einer Versorgungskatsastrophe enden.

 

Kassen und Politik unternehmen praktisch nichts dagegen, abgesehen von unwirksamen Pseudoprogrammen zur Beschaffung von Hausärzten. Das 2012 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstrukturgesetz ("Landärztegesetz") war ein absoluter Flop (was jeder Hausarzt voraussagen konnte), wodurch sich der neue Gesundheitsminister Hermann Gröhe dazu veranlasst sieht, ein weiteres Gesetz auf den Weg zu bringen. Doch dieses GKV-Versorgungsstärkungsgesetz wird den Haus- sowie den Fachärztemangel sogar weiter verstärken.

 

Manche "Gesundheitsexperten" haben sogar schon laut über die Zwangsumsiedlung von Hausarztsitzen nachgedacht. Doch alle Programme ignorieren aus Unkenntnis der Lage oder aus purer Absicht, dass es keinen hausärztlichen Nachwuchs mehr gibt, der die Versorgung in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren sicher stellen könnte. Kaum noch ein junger Arzt möchte Hausarzt werden - und das aus gutem Grund!

 

Die Versorgungskatastrophe durch fehlende Hausärzte kann im derzeitigen Gesundheitssystem nicht mehr aufgehalten oder abgewendet werden. Nur ein rascher und mit allen Konsequenzen vollzogener Systemwechsel, z.B. zur Direktabrechnung mit Kostenerstattung anstatt des volkswirtschaftlich vollkommen überholten und planwirtschaftlich anmutenden Sachleistungsprinzips könnte den Zusammenbruch der hausärztlichen Versorgung evtl. noch verhindern.

 

Der Hausärztemangel ist schon lange kein Landärztemangel mehr, also nur ein Phänomen in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten. Zunehmend sind auch Städte und boomende Regionen betroffen, wie ich hier exemplarisch belege.

 

Diese Internetseite stellt Ihnen Informationen und Fakten über den sich immer weiter ausbreitenden Hausärztemangel zur Verfügung.

 

Falls Sie selbst vom Hausärztemangel betroffen sind, teilen Sie mir bitte Ihre Erfahrungen per Email mit. Außerdem bin ich ständig auf der Suche nach entsprechenden Zeitungs- oder Internetartikeln sowie sonstigen Informationen.

 

Zur gefälligen Beachtung:

 

Diese Seite zitiert Fakten und Medienberichte. Meistens ist die Quelle angegeben oder verlinkt. Bitte beachten Sie den Disclaimer. Manchmal ist die Quelle aber auch nur mein Gedächtnis, welches mich natürlich auch einmal trügen könnte. Wenn Sie einen sachlichen Fehler entdecken, teilen Sie mir dies bitte per Email mit. Das gleiche gilt für Rechtschreib- oder Linkfehler.

 

Alle Kommentare entsprechen meiner persönlichen Meinung, und ich nehme mein Recht auf freie Meinungsäußerung uneingeschränkt wahr.

 

Ich erkläre ausdrücklich, dass ich mit dieser Internetpräsenz keine politischen Ziele verfolge und nicht Mitglied einer Partei bin. Dennoch behalte ich mir vor, eine politische Meinung zu haben.

 

Genderneutralität:

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ich erspare mir (und Ihnen), in den meisten meiner Texte von "Patientin und Patient", "Arzt und Ärztin", "Ärztinnen und Ärzten", "ÄrztInnen", "Ärzte/innen" u.s.w. zu schreiben. Wenn ich bspw. "Arzt" schreibe, so meine ich genderneutral immer das Arzt.

Alle Lehrerinnen und Lehrer, Grüninnen und Grüne, sowie die männlichen und weiblichen Professorinnen der Uni Leipzig mögen mir dies bitte nachsehen.

Auch viele Medizinstudenten und junge Ärzte werden den unten verlinkten Bericht aus Spiegel online vom 16.4.18 zur Kenntnis nehmen, in dem es darum geht, dass zwei hessische Hausärzte mehrere zehntausend Euro Honorar zurückzahlen müssen, weil man ihnen vorwirft, in den letzten Jahren deutlich mehr Hausbesuche durchgeführt zu haben, als der Durchschnitt der hessischen Hausärzte! Hier werden also zwei Hausärzte nach den Regeln der deutschen Sozialgesetzgebung abgestraft, weil sie ihrem Beruf mit großem Engagement  nachgehen. Die meisten Hausärzte machen sowieso keine oder nur noch wenige Hausbesuche, da diese durch das niedrige Honorar von nicht einmal 23€ unwirtschaftlich geworden sind.

 

Viele junge Mediziner werden daraus ihr Schlüsse ziehen und womöglich nicht mehr in Erwägung ziehen, Hausarzt zu werden - sofern sie das überhaupt je vorgehabt hätten.  Als Hausarzt setzt man sich ganz offenbar der Gefahr aus, bestraft zu werden, wenn man seinen Beruf allzu ernst nimmt.

 

Zwei hessische Hausärzte werden für zuviele Hausbesuche bestraft

Ein Hausarzt aus der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Oer-Erkenschick musste am Montagmorgen 300 Patienten behandeln und schreibt einen Brandbrief an den neuen Gesundheitsminister Jens Spahn. Auf dessen Antwort darf man gespannt warten.

 

Hausarztpraxis schleust am Montagmorgen 300 Patienten durch

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